Titel: Verfahren zur Herstellung von Strontium- oder Bariumchlorid.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 7 (S. 440)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi10_7

Verfahren zur Herstellung von Strontium- oder Bariumchlorid.

Nach B. Wackenroder in Cöthen (D. R. P. Kl. 75 Nr. 28062 vom 24. Oktober 1883) fällt beim Einleiten von Kohlensäure in die wässerige Lösung von Schwefelstrontium oder Schwefelbarium Schwefel haltiges Carbonat. Setzt man aber zu der Sulfidlösung die äquivalente Menge Chlorcalcium, so entsteht beim Einleiten von Kohlensäure Schwefelwasserstoff nebst Chlorstrontium bezieh. Chlorbarium und Calciumcarbonat fällt nieder. Es wird nun zunächst fein gepulverter Coelestin bez. Schwerspath im bekannten Verhältnisse mit gepulverter Steinkohle innig gemischt und bei Luftabschluſs geglüht, die Glühmasse mit Wasser ausgelaugt, die wässerige Sulfidlösung mit so viel Chlorcalcium bezieh. dieses enthaltenden Abfällen versetzt, daſs deren Chlorcalciumgehalt dem Sulfidgehalte äquivalent ist, und siedend so lange Kohlensäure eingeleitet, bis Schwefelwasserstoff nicht mehr entweicht. Die entstandene Lösung von Chlorstrontium bezieh. Chlorbarium wird am besten mittels Filterpressen vom ausgefällten Calciumcarbonat getrennt und behufs Krystallisation durch Eindampfen concentrirt.

Beabsichtigt man die Darstellung von kohlensaurem Strontium, so kann die wie oben hergestellte Chloridlösung mittels Ammoniak und Kohlensäure in Carbonat übergeführt und die entstandene Salmiaklösung durch Destillation mit Kalk wieder in Chlorcalcium und Ammoniak zurückgeführt werden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: