Titel: Zur Kenntniſs des Quercetins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 8 (S. 440)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi10_8

Zur Kenntniſs des Quercetins.

Nach C. Liebermann (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 1680) stellt man Quercitrin am besten aus frischer Quercitronrinde her, da in der gealterten das Glykosid bereits theilweise zersetzt ist. Von dem im Handel vorkommenden Quercitrin war nur das von Kahlbaum bezogene rein. Die übrigen enthielten namentlich Quercetin, welches durch Selbstzersetzung des Quercitrins entsteht, wenn letzteres vor dem Aufbewahren nicht ganz sorgfältig auf Porzellan und in mäſsiger Wärme ausgetrocknet worden war; aber selbst ganz trockenes Quercitrin scheint sich mit der Zeit zu zersetzen. Derartige Quercitrine sind meist sehr schwer zu reinigen, weil das Quercitrin sich dann nur noch schwer in siedendem Wasser, woraus es zur Reinigung umkrystallisirt werden muſs, löst. Die Lösung ist trübe, kaum filtrirbar und setzt nur wenig Quercitrin ab, wogegen reines Quercitrin sich in genügenden Mengen siedenden Wassers schnell und klar löst, leicht und klar filtrirt und ein Filtrat gibt, welches beim Erkalten durch massenhafte Ausscheidung hübscher, glitzernder, hellgelblich gefärbter Blättchen fast erstarrt.

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