Titel: Herstellung von Bleisuperoxyd.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 10 (S. 480)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi11_10

Herstellung von Bleisuperoxyd.

Nach F. M. Lyte in London (Englisches Patent, 1882 Nr. 1721) bildet sich bei gewöhnlicher Temperatur durch Einwirkung von Chlorkalk auf Chlorblei in wässeriger Lösung das Bleisuperoxyd nur langsam nach der Formel:

CaO2ClH + PbCl2 + H2O = PbO(OH)2 + CaCl2 + HCl.

Beim Erwärmen des Gemisches entwickelt sich Chlor: PbO(OH)2 + 4HCl = PbCl2 + 3H2O + Cl2. Um dies zu vermeiden, wird das Chlorblei, in heiſser Chlorcalciumlauge gelöst, in ein Gemisch von Chlorkalk und Kalkmilch gegossen:

2PbCl2 + Ca(OH)2 + 2Ca.OCl.OH = 2PbO(OH)2 + 3CaCl2.

Man erhält ferner Bleisuperoxyd, wenn man in ein Gemisch von 2 Mol. Chlorblei und 3 Mol. Kalkhydrat Chlor einleitet (vgl. 1883 250 92.)

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