Titel: Quadratische Lederseile.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 1 (S. 530–531)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_1

Quadratische Lederseile.

Die Vortheile, welche die Seiltriebe für die Uebertragung groſser Kräfte bieten, haben, wie die Papierzeitung, 1884 S. 976 mittheilt, Veranlassung gegeben, daſs neuerdings auch Riemenfabriken Lederseile herstellen, welche in derselben Weise wie Hanf- oder Baumwolltreibseile verwendet werden. Nach |531| dem Paper Trade Review stellt z.B. das Haus Thos. Fleming Sohn und Comp. in West Grove Mills bei Halifax quadratische Ledertreibseile derart her, daſs eine Anzahl gesunder Lederstreifen mit einer Maschine zusammengekittet und gepreſst sowie weiterhin noch durch Schrauben und Durchnähungen mit Messingdraht vereinigt werden. Die Lederstreifen werden an beiden Enden verschieden lang gelassen, so daſs die Vereinigung des Seiles zu einem Taue ohne Ende leicht zu bewerkstelligen ist. Ein solches Seil von etwa 30mm im Quadrate soll dieselbe Kraft übertragen können wie ein Hanf- oder Baumwolltreibseil von 47mm Durchmesser; dabei sollen diese Lederseile im Preise nicht erheblich höher zu stehen kommen als beste Baumwollseile, aber eine 4 mal längere Dauer als solche besitzen. Obwohl die Lederseile quadratischen Querschnitt haben, sollen dieselben doch in den V-förmigen Rinnen der gewöhnlichen Seilscheiben laufen, ohne zu gleiten.

Nach eingehenden, theil weise bis zu 18 Monaten durchgeführten Erprobungen sind solche Lederseile auf vielen englischen und schottischen Papierfabriken eingeführt worden.

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