Titel: Verfahren zur Gewinnung von Gelatine und Fett.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 12 (S. 534–535)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_12

Verfahren zur Gewinnung von Gelatine und Fett.

Nach G. Fry in London (D. R. P. Kl. 23 Nr. 28326 vom 2. December 1883) werden die betreffenden thierischen Stoffe in einem mit Dampfmantel versehenen Kochkessel mit Magnesiumbisulfit unter 0,33 bis 0at,66 Druck gekocht; will man nur das Fett gewinnen, so kann man den Druck auf 6at steigern.

Zur Herstellung guter Gelatine füllt man z.B. die gröblich zerkleinerten Knochen in den Kochapparat und läſst so viel 0,75 Proc. Schwefligsäure enthaltende Magnesiumbisulfitlösung einflieſsen, daſs die Knochen während des Kochverfahrens ganz mit Flüssigkeit bedeckt bleiben. Der Kochapparat wird hierauf geschlossen und die Temperatur allmählich gesteigert, bis der Druck etwa 0at,33 erreicht, auf welcher Höhe er etwa 3 Stunden hindurch erhalten wird. Dann läſst man den Dampf abblasen und trennt die Flüssigkeit von den festen Bestandtheilen auf eine beliebige Weise. Die Flüssigkeit läſst man abkühlen, |535| wobei die Unreinigkeiten sich zu Boden setzen, während das Fett oben auf der Gelatinelösung schwimmt. Die Trennung der Gelatinelösung vom Fette einerseits und vom Bodensatze andererseits geschieht auf beliebige, bekannte Weise.

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