Titel: Verbot der Verwendung gesundheitsschädlicher Farben zum Färben von Einwickelpapieren und Spielzeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 16 (S. 536)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_16

Verbot der Verwendung gesundheitsschädlicher Farben zum Färben von Einwickelpapieren und Spielzeugen.

Der Polizeipräfect von Paris hat eine Verordnung erlassen, nach welcher allen Fabrikanten und Händlern mit Lebensmitteln jeder Art verboten wird, die nachstehend bezeichneten Farben, wenn auch nur zur Verzierung von Einpackpapieren zu benutzen (vgl. auch 1876 221 190). An Mineralfarben werden für gefährlich erachtet: natürliches und künstliches Bergblau, Neugelb (Bleioxyd, Massicot), Mennige, Hellorange, das Oxychlorid des Bleies, Kasseler Gelb, Turner's Gelb, Pariser Gelb, Bleiweiſs, Silberweiſs, Neapelgelb, Bleivitriol, Chromgelb, Kölner Gelb und chromsaurer Baryt. Ferner Zinnober und die Arsenik haltigen Farben als: Arseniksaures Kupfer, Schnele's oder Schweinfurter Grün. Von nicht mineralischen Farben sind zu vermeiden: „Aconit Naples“, Fuchsin und seine Abkömmlinge, ferner Farbmaterialien mit Nitroverbindungen, Pikrinsäure, Victoriagelb, Tropeolin, Xylidinroth u. dgl. Auch Kinderspielsachen dürfen mit diesen Farben nicht bemalt werden. Zuwiderhandelnde werden für die Folgen verantwortlich gemacht. (Vgl. 1882 244 88.)

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