Titel: Ueber die Wirkung von Arsen, Blei und Zink auf Pflanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 17 (S. 536)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_17

Ueber die Wirkung von Arsen, Blei und Zink auf Pflanzen.

Nach umfassenden Versuchen von F. Nobbe (Landwirthschaftliche Versuchsstationen, 1884 Bd. 30 S. 381) ist Arsen ein äuſserst heftiges Gift für Erbsen-, Hafer-, Erlen-, Buchweizen-, Mais- und andere Pflanzen. Schon eine Beigabe von 0,0001 Proc. zur Nährstofflösung bringt meſsbare Wachsthumsstörungen hervor. Arsen tritt dabei nur in sehr geringen Mengen in die Pflanze ein und ist es nicht möglich, erhebliche Mengen einzuführen. Die Wirkung des Arsens geht von den Wurzeln aus, deren Protoplasma zerstört und in seinen osmotischen Wirkungen gehindert wird; die Wurzel stirbt schlieſslich ohne Zuwachs ab. Die oberirdischen Organe erfahren die Wirkung des Arsens zunächst durch starkes, von Erholungsperioden unterbrochenes Welken, welchem der Tod folgt.

Zink wirkt schädlicher auf die Pflanzen als Blei. Bei einem Zusätze von 0,1 Proc. Zink zur Nährstofflösung gingen die Pflanzen schon nach 3 Tagen ein, während die mit gleichen Mengen Blei vergifteten Pflanzen etwa 3mal länger aushalten. Diese Metalle wirken aber selbst dann noch nachtheilig, wenn dieselben in so geringen Gaben angewendet werden, daſs die Pflanzen äuſserlich gesund erscheinen.

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