Titel: Versuche über die Wärmeabgabe von Heizflächen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 3 (S. 531)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_3

Versuche über die Wärmeabgabe von Heizflächen.

C. Christiansen erklärt in den Annalen der Physik, 1884 Bd. 21 S. 364 das gröſsere Wärmeausstrahlungsvermögen unebener Flächen dahin, daſs, wenn strahlende Wärme auf solche fällt, ein Theil der Strahlen erst nach dem zweiten oder mehrfachen Zurückwerfen die Oberfläche verläſst, also eine vergröſserte Absorption stattfindet; hieraus folge nach dem bekannten Gesetze von dem Zusammenhange zwischen Wärmeausstrahlung und Wärmeaufnahme, daſs die erstere bei unebenen Flächen gröſser als bei glatten sei. In Folge dieser Erklärung wird die Ausstrahlung nach verschiedenen Richtungen sehr veränderlich sein und allgemein abnehmen, je gröſser der Ausfallswinkel der an dem betreffenden Körper befindlichen Unebenheiten wird. Christiansen hat durch Versuche mit einem erhitzten Messingwürfel, dessen Seiten in verschiedener Weise mit Vertiefungen versehen waren, die Mengen der von den Würfelseiten ausgestrahlten Wärme mittels der Melloni'schen Thermosäule gemessen und fand eine genügende Uebereinstimmung mit den auf Grund obiger Erklärung rechnerisch ermittelten Ergebnissen. (Vgl. Hagemann's Versuche über Wärmeüberführung 1884 252 148.)

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