Titel: Messung der elektrischen Stromstärke aus der Drehung der Polarisationsebene.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 7 (S. 533)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi12_7

Messung der elektrischen Stromstärke aus der Drehung der Polarisationsebene.

H. Becquerel ist nach den Comptes rendus, 1884 Bd. 98 S. 1253 vor mehreren Jahren darauf gekommen, die Stärke eines magnetischen oder elektromagnetischen Feldes durch die Drehung der Polarisationsebene zu messen, welche ein Lichtstrahl erleidet, der einen in diesem Felde befindlichen Körper durchdringt, und zeigt, daſs diese Methode sich leicht zur Messung eines elektrischen Stromes in absoluten Einheiten anwenden laſst.

Denkt man sich eine Drahtrolle von N Windungen, durchflössen von einem Strome von der Intensität i, und eine mit Schwefelkohlenstoff von 0° angefüllte unendlich lange Röhre in der Achse der Drahtrolle, dann wird die Stromwirkung eine Gesammtdrehung der Polarisationsebene = 4πNiα bewirken, wenn die Einheit des magnetischen Feldes (C–½ G½ S–1) für den betrachteten Lichtstrahl auf 1cm Schwefelkohlenstoff von 0° die Drehung α bewirkt. Für den Versuch genügt eine 1,5 bis 2m lange, mit parallelen Gläsern verschlossene Röhre, die man in der Mitte mit einer kleinen Rolle umgibt. Beobachtet man dann die Drehung R, so ist die Stromstärke i = R : 4πNα. Für die gelben Strahlen D einer Natronflamme ist α = 0',0463. – Diese Methode dürfte sich als praktisch und genau für die Eichung der magneto-elektrischen Amperemeter erweisen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: