Titel: Kertész's Nachweis von Säure-Fuchsin in Orseilleextract.
Autor: Kertész, A.
Fundstelle: 1885, Band 256 (S. 281–282)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj256/ar256108

Ueber den Nachweis von Säure-Fuchsin in Orseilleextract; von A. Kertész.

Vor längerer Zeit klagten Berliner Färber, daſs sie beim Färben mit Orseilleextract öfters Anstände hätten, und gaben der Vermuthung Raum, daſs diese durch eine Beimengung von Fuchsin veranlaſst würden (vgl. Färberzeitung, 1881 Nr. 3). Versuche Einzelner führten dahin, daſs Reactionen zum Nachweise von gewöhnlichem Fuchsin mitgetheilt wurden (mit Tannin oder mit Pikrinsäure), während der Nachweis zur Auffindung von Säure-Fuchsin nicht gelang. Nachstehende Reaction dürfte dagegen befriedigende Ergebnisse liefern.

Eine geringe Menge Orseilleextract wird mit ziemlich viel Wasser aufgekocht und filtrirt, bis die Lösung ganz klar ist. Ich nehme davon ins Reagensglas, gebe Benzaldehyd zu und vermische gut. Nun füge ich Zinnsalz und Salzsäure bei, schüttle tüchtig um und lasse einige Minuten abstehen. War kein Fuchsin S beigemengt, so wird die untere |282| Schicht ganz rein weiſs, während sie fuchsinroth wird, wenn dies der Fall war. Die Reaction ist leicht; nur sorge man, daſs die Lösung mit Wasser stark verdünnt werde. Es läſst sich so noch 1 Th. Fuchsin S in 1000 Th. Orseilleextract nachweisen.

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