Titel: Kraftbedarf bei Bogenlichtbeleuchtung und elektrischer Arbeitsübertragung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 256/Miszelle 4 (S. 141–142)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj256/mi256mi03_4

Kraftbedarf bei Bogenlichtbeleuchtung und elektrischer Arbeitsübertragung.

Nach wiederholten Messungen über den Kraftverbrauch beim Betriebe der Bogenlichtbeleuchtung und Kraftübertragung hat die Oesterreichische Waffenfabriks-Gesellschaft in Steyr nach Mittheilung an die Zeitschrift für Elektrotechnik, Wien 1885 S. 180 folgende Erfahrungen gesammelt: Bei der Länge der meisten Bogenlichtleitungen (durchschnittlich 1000m hin und zurück) von 2000m und 3mm starkem Leitungsdraht war der Spannungsverlust etwa 10 Proc. und ergab die Bremsung durchschnittlich einen Kraftverbrauch (an den Turbinen, vgl. 1884 254 396) von 1e,1 für ein Bogenlicht mit 1100 Kerzen Lichtstärke, Leitung mit inbegriffen.

|142|

Die Kraftübertragung war rund 1400m von den Stromerzeugern entfernt, also die ganze Leitungslänge 2800m mit 3 bezieh. 2mm,4 starkem Draht (800m mit 3mm, 2000m mit 2mm,4 Dicke). Als Stromquelle dienten 2 hinter einander auf Spannung gekuppelte Maschinen, Type T. L. 4 (8 bis 10 Bogenlicht), welche 850 Umläufe machten und hierbei 16 bis 17e bedurften. Die Kraftabgabe an der Secundärmaschine (ebenfalls Type T. L. 4) wurde durch Bremsung mit 6,5 bis 6e,75 nachgewiesen, was einem Nutzeffecte von 40 Proc. gleichkommt.

Bei der Glühlichtbeleuchtung in der Villa war es nicht möglich, sich ein richtiges Bild über den Kraftverbrauch zu schaffen, da die dort verwendeten Glühlampen viel zu ungleich in der Lichtstärke waren.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: