Titel: Herstellung von Seife aus Oelsamen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 256/Miszelle 7 (S. 287)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj256/mi256mi06_7

Herstellung von Seife aus Oelsamen.

Nach B. Seemann in Kitzingen (Oesterreich-Ungarisches Patent Kl. 23 vom 10. December 1883) werden Cocosnuſs-, Palmnuſskerne, Baumwollsamen u. dgl. zerkleinert mit einer Seifensiederlauge von etwa 20° B. gekocht, bis sich das in den Samen enthaltene Oel mit der Lauge verbunden hat, was gewöhnlich innerhalb einer Stunde stattfindet. Wenn über Feuer gekocht wird, muſs die durch Verdampfen verloren gehende Wassermenge genügend ersetzt werden, damit die Mischung im flüssigen Zustande erhalten bleibt und unausgesetzt kochen kann. Das auf diese Weise aus den Samenkörnern oder Kernen ausgetriebene Oel wird in der Lauge verseift und die Hülsen und Schalen der Samen und Kerne können durch Aussalzen oder Zusetzen einer starken concentrirten Lauge zu Boden gefällt werden. Durch weiteres Zusetzen von soviel Salz oder concentrirter Lauge, als zum Abscheiden der Unterlauge von der Seife nothwendig ist, erhält man einen festen Rückstand, ganz wie dies bei der Herstellung von Seife aus Oel, welches chemisch oder mechanisch aus Samenkörnern oder Kernen gewonnen wurde, der Fall ist. Durch wiederholtes Auskochen in Salz haltigem Wasser oder concentrirter Lauge kann eine vollkommen weiſse Seife gewonnen werden.

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