Titel: Ueber Nitrosoabkömmlinge aromatischer Diamine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 256/Miszelle 9 (S. 472)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj256/mi256mi10_9

Ueber Nitrosoabkömmlinge aromatischer Diamine.

Löst man nach O. N. Witt (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1885 S. 877) rohes Tetramethylmetaphenylendiamin, welches durch Erhitzen von salzsaurem Metaphenylendiamin mit überschüssigem Methylalkohol auf 160 bis 170° dargestellt wurde, in überschüssiger verdünnter Salzsäure und tröpfelt zu dieser Lösung unter guter Kühlung eine mäſsig verdünnte Auflösung von Natriumnitrit, so färbt sich die Flüssigkeit dunkelbraunroth und scheidet einen krystallinischen, aus feinen Nadeln bestehenden Niederschlag ab, welcher abgesaugt, mit kaltem Wasser gewaschen und aus heiſsem, etwas angesäuertem Wasser umkrystallisirt wird. Nach einmaliger Wiederholung dieses Verfahrens ist das Salzsäure Salz des Mononitrosotetramethylmetaphenylendiamins, C6H3N2(CH3)4NO.HCl, rein und bildet lebhaft glänzende, tief granatrothe Nadeln, welche in Wasser mit weinrother Farbe löslich sind. Auf Zusatz von Natronlauge wird die Lösung orangegelb. Aether nimmt daraus die freie Nitrobase auf.

Mit Aminen und Phenolen gibt die neue Nitrosoverbindung Farbstoffe. Die Abkömmlinge des Naphtolins, der Naphtole und des Resorcins sind durch starke Fluorescenz ausgezeichnet.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: