Titel: M. Schmidt's Dampftrockner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 256/Miszelle 2 (S. 564)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj256/mi256mi12_2

M. Schmidt's Dampftrockner.

Zur Abscheidung der vom Dampfe mitgerissenen Wassertheilchen wird nach dem Vorschlage von M. Schmidt in München (Englisches Patent Nr. 8000 vom J. 1884) in der Dampfleitung vom Kessel zur Maschine ein entsprechend weiteres Rohrstück eingeschaltet, in welchem eine gröſsere Anzahl feiner, unter sich paralleler Drähte senkrecht zur Rohrachse in mehreren Reihen hinter einander befestigt sind. Die Drähte der einzelnen Reihen sind versetzt gegen einander, damit jedes Theilchen des durchströmenden Dampfes gegen einen Draht treffen muſs; jedoch gewähren dabei die Drähte den Vortheil, daſs sie bei angemessener Entfernung von einander den Durchgang des Dampfes nicht hindern, demselben aber eine groſse Niederschlagsfläche gegenüber älteren Apparaten (vgl. 1878 227 * 123) bieten. Zur Abführung des an den Drähten niederflieſsenden Wassers ist das Rohrstück etwas kegelförmig zu machen. Zu gleichem Zwecke sollen die Drähte, wenn das Rohrstück in dem lothrechten Theile einer Dampfleitung eingeschaltet wird, etwas geneigt zur Rohrachse liegen und wird dann passend das Rohrstück durch eine Mittelwand halbirt und von derselben aus die Drähte nach beiden Seiten schräg abwärts angeordnet.

Wenn die Drähte die Rohrwandung gut berühren, was dadurch erreicht werden kann, daſs man dieselben an ihren Enden breit drückt und etwas umbiegt, so nehmen die Drähte von der Rohrwand, wenn diese geheizt wird, Wärme auf und theilen diese rasch dem durchströmenden Dampfe mit. Der Apparat könnte also auch als Dampfüberhitzer in Verwendung kommen und würde dann passend im Dome des Dampfkessels anzuordnen sein.

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