Titel: A. Anderson's Herstellung von Bleiweiſs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258 (S. 137–138)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/ar258047

Apparat zur Herstellung von basisch essigsaurem Blei.

Mit Abbildung auf Tafel 9.

A. W. Anderson in London (* D. R. P. Kl. 22 Nr. 32969 vom 9. Januar 1885) will zum Auflösen von Blei oder Bleioxyd, besonders zur Darstellung von basisch essigsaurem Blei für die Bleiweiſsfabrikation, eine hölzerne Trommel verwenden, deren hölzerne Hohlwelle Rührarme d |138| (Fig. 16 Taf. 9) trägt. Das erwärmte Lösungsmittel wird mit dem zerkleinerten Blei durch das Mannloch v eingeführt und die Trommel durch Rollen m in Umdrehung versetzt. Die am Trommelmantel angebrachten Leisten B heben die Bleitheile aus der Flüssigkeit, lassen sie zwischen die Arme d fallen, bis sie durch Drehung der Trommel auch von hier wieder ausgeschüttet werden. Durch den Hohlzapfen e auf der einen Seite der Trommel wird heiſse Luft in die hohle Welle eingeführt, welche durch die Oeffnungen n in die Trommel tritt und durch Oeffnungen am anderen Ende der Welle entweicht.

Die eingeführte heiſse Luft hält das Lösungsmittel auf dem erforderlichen Wärmegrade und befördert das Oxydiren des metallischen Bleies, während die Leisten B der sich mit sehr geringer Geschwindigkeit drehenden Trommel sowie die Arme d dafür sorgen, daſs die Bleitheile der Wirkung der heiſsen Luft gehörig lange und oft ausgesetzt sind.

Ist die Flüssigkeit mit Bleisalz gesättigt, so kann sie durch die Oeffnung u abgelassen und darauf mit Kohlensäure behandelt werden, oder das Bleiweiſs wird in dem Apparate selbst niedergeschlagen.

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