Titel: Zur Kenntniſs des Thiodiphenylamins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 16 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi01_16

Zur Kenntniſs des Thiodiphenylamins.

Nach N. Fränkel (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1885 S. 1843) ist der Grundstoff des Methylenblau: das Thiodiphenylamin, NH(C6H4)2S, aus Diphenylamin und Schwefel dargestellt, neutral und verbindet sich auch in ätherischer Lösung nicht mit Salzsäure. Durch Erhitzen mit Zinkstaub wird es theilweise in Diphenylamin zurückverwandelt. Durch Erhitzen mit Chlorzink wird es gleichfalls entschwefelt, so daſs bei gleichzeitiger Anwesenheit von Benzoesäure Phenylacridin entsteht.. Das bei der Darstellung des Thiodiphenylamins auftretende, stark riechende Oel ist als Phenylsulfhydrat erkannt. Durch Behandlung mit concentrirter Schwefelsäure geht das Thiodiphenylamin theilweise in einen Phenol artigen Farbstoff, das Thionol, C12H7NSO2, über.

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