Titel: Ueber die Bildung von Wasserstoffsuperoxyd bei der Verbrennung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 9 (S. 46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi01_9

Ueber die Bildung von Wasserstoffsuperoxyd bei der Verbrennung.

Nach Versuchen von Dixon (Chemical News, 1882 Bd. 46 S. 151) wird eine vollkommen trockene Mischung von Kohlenoxyd und Sauerstoff weder durch glühende Platindrähte, noch durch andauernd durchschlagende Funken einer Rühmkorff'schen Spirale zur Explosion gebracht. Diese tritt erst dann ein, wenn eine auch nur geringe Menge Wasserdampf zugeführt wird. M. Traube (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1885 S. 1890) findet nun, daſs bereits brennendes Kohlenoxyd in vollkommen trockener Luft erlischt. Kohlenoxyd zersetzt Wasser auch bei hoher Temperatur nicht; umgekehrt wird bekanntlich Kohlensäure durch Wasserstoff reducirt. Da nun bei der Verbrennung von Kohlenoxyd in feuchter Luft auch Wasserstoffsuperoxyd gebildet wird, so erklärt Traube diese Verbrennung durch folgende Reactionen: CO + 2H2O + O2 = H2CO3 + H2O2 bezieh. CO + H2O2 = H2CO3 und 2H2CO3 = 2CO2 + 2H2O. Da somit das Wasser immer wieder zurückgebildet wird, so reicht eine sehr geringe Menge desselben hin, die Verbrennung groſser Mengen von Kohlenoxyd zu vermitteln.

In entsprechender Weise soll Wasserstoff erst zu Hyperoxyd und dann zu Wasser verbrennen.

Wird die Flamme von brennendem Wasserstoff auf Wasser geleitet, so nimmt 1l desselben bis 2g,9 Wasserstoffsuperoxyd auf (vgl. 1884 253 * 161).

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