Titel: Zur Erkennung von Stickstoffsäuren und Chlor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 12 (S. 95)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi02_12

Zur Erkennung von Stickstoffsäuren und Chlor.

Nach H. Hager (Pharmaceutische Centralhalle, 1885 S. 277) ist Diphenylamin das schärfste Reagens auf Stickstoffsäuren; Verfasser löst 1g Diphenylamin in 30cc wasserfreien Alkohol und setzt 180cc reine Schwefelsäure zu. Man gieſst nun in ein Reagensglas 3 bis 4cc der zu prüfenden Flüssigkeit und läſst von der Diphenylaminsulfatlösung 1 bis 1cc,5 in der Weise eintlieſsen, daſs diese Lösung an der Innenwand sanft niedergleitet und sich am Grunde der zu prüfenden Flüssigkeit ansammelt. Sind Spuren der Stickstoffsäuren, Nitrate oder Nitrite gegenwärtig, so färbt sich hierbei gewöhnlich die ganze Diphenylaminsulfatlösungsschicht blau. Noch geringere Spuren der Stickstoffsäuren erkennt man durch Mischen der Flüssigkeiten und Einflieſsenlassen von 1cc Schwefelsäure; die Berührungsschicht färbt sich jetzt blau.

Freies Chlor gibt dieselbe Reaction, nicht aber die folgende mit Phenol, welche darin besteht, daſs man die zu untersuchende Flüssigkeit mit Salzsäure stark sauer macht, etwa mit ⅓ Vol. der 25 procentigen Salzsäure versetzt, nun einige Phenol- oder Carbolsäurekrystalle dazu gibt und bis auf 80 bis 90° erhitzt. Bei Gegenwart jener Stickstoffsäuren tritt rothe oder dunkle Färbung ein. Dieses Reactionsverfahren wird bedeutend verschärft, wenn man reine Schwefelsäure zuflieſsen läſst.

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