Titel: Zur Kenntniſs der Cocablätter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 8 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi02_8

Zur Kenntniſs der Cocablätter.

In der Fabrik von E. Merck in Darmstadt wurde aus Cocablättern neben Cocaïn ein bis dahin unbekanntes Alkaloid erhalten, welches ein Benzoylecgonin, C16H19NO4, ist. Nach Z. H. Skraup (Monatshefte für Chemie, 1885 S. 556) wird dasselbe durch Salzsäure in Ecgonin und Benzoesäure gespalten. In Methylalkohol gelöstes Benzoylecgonin gibt beim Erhitzen mit Natriummethylat und Jodmethyl Cocaïn. – W. Merck (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1885 S. 2264) erreichte denselben Zweck durch Erhitzen des Benzoylecgonin mit Jodmethyl und Kali: C16H19NO4 + CH3J + KOH = C17H21NO4 + KJ + H2O oder mit Jodmethyl und Methylalkohol. Das so synthetisch hergestellte Cocaïn hat genau dieselben Eigenschaften wie das als Heilmittel geschätzte natürliche Cocaïn.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: