Titel: Muffenverbindung für geschweiſste Rohre.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 2 (S. 140)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi03_2

Muffenverbindung für geschweiſste Rohre.

Für gröſsere Leitungen von 0m,5 Durchmesser und darüber stellen Schulz, Knaudt und Comp. in Essen Rohre aus Schweifseisen- und Fluſseisenblechen her, indem die gebogenen Bleche einfach zusammengeschweiſst werden. Da solche Rohre weder gezogen, noch in Kaliberwalzen oder freihändig über einem Dorne geschweiſst werden können, so sind dieselben weder im Durchmesser ganz gleich groſs, noch genau rund zu erhalten, so daſs ihre Verbindung durch gewöhnliche einfache oder Doppelmuffen, Flanschen oder Laschenringe nicht gut durchführbar ist. Die genannte Maschinenfabrik walzt deshalb an dem einen Rohrende auf einem passenden Walzwerke einen Muff an, in Folge dessen das eingeführte, unrunde und auch vielleicht im Durchmesser verschiedene Rohrende durch eine Kegelfläche a zu einem dichten Anschlusse kommen muſs. Diese Kegelfläche, welche ungleich widerstandsfähiger als das biegungsfähige Rohrende ist, preſst letzteres zu einer allseitigen Anlage zusammen, welche auch dann noch zu erreichen sein wird, wenn selbst der Muff nicht ganz rund ist, oder die Achsen der zwei Rohre behufs Legung in Curven einen stumpfen Winkel mit einander bilden. Die Ausfüllung des Muffes zur Dichtung erfolgt mit einem gewöhnlichen Mittel auf bekannte Weise. (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 30757 vorn 31. Mai 1884.)

Textabbildung Bd. 258, S. 140
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