Titel: Zur Kenntniſs des Aconitins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 8 (S. 191–192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi04_8
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Zur Kenntniſs des Aconitins.

Nach K. F. Mandelin (Archiv der Pharmacie, 1885 Bd. 223 S. 161) wird reines Aconitin von concentrirter Schwefelsäure farblos gelöst; auf Zusatz von wenig Zucker darf keine Rothfärbung eintreten. Das sogen. Japaconitin ist, wie das Aconitin, Benzoylaconin, der wirksame Bestandtheil von Aconitum Napellus, während die Wurzeln von Aconitum ferox das Pseudaconitin oder Veratroylaconin enthalten. Beide sind die stärksten aller bis jetzt bekannten Gifte, da schon 3mg einen Menschen tödten. Das im Handel vorkommende Aconitin ist entweder Benzoylaconin oder Veratroylaconin in gröſserer oder geringerer Reinheit; die deutschen und französischen Präparate sind Benzoylaconin, die englischen, speciell dasjenige von Morson, Veratroylaconin. Die Ursache der Wirkungsunterschiede der Handels-Aconitine besteht hauptsächlich in dem gröſseren oder geringeren Gehalte derselben an ihren alkaloïdischen Spaltungsproducten, Aconin bezieh. Pseudaconin.

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