Titel: Darstellung von Vanillin aus dem Harze des Olivenbaumes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 11 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi05_11

Darstellung von Vanillin aus dem Harze des Olivenbaumes.

Nach A. Scheidel in Mailand (D. R. P. Kl. 53 Nr. 33229 vom 17. Januar 1885) wird das Harz des Olivenbaumes oder das durch Umkrystallisiren desselben aus Alkohol daraus dargestellte Olivil durch Oxydationsmittel in Vanillin übergeführt. 10k Olivenbaumharz werden mit 10k Aetznatron behandelt; hierauf läſst man 25k Permanganat in 2500l Wasser gelöst einflieſsen, indem man beständig umrührt und Sorge trägt, daſs nie ein groſser Ueberschuſs des Oxydationsmittels vorhanden ist. Nach vollendeter Einwirkung des übermangansauren Kaliums und Uebersättigen mit Schwefelsäure wird das gebildete Vanillin mit Dampf abgetrieben. Statt des Olivils kann man auch die sehr beständige, in Aether leicht lösliche Acetylverbindung C14H15O5C2H3O = C16H18O6 zur Darstellung des Vanillins anwenden, indem man das in Wasser fein zertheilte Acetylolivil mit Permanganat im Verhältnisse von 1 : 2,5 bei einer Temperatur von 50 bis 60° unter fortwährendem Umrühren oxydirt; nach dem Eindampfen mit Soda und Uebersättigen mit Säure wird dann das entstandene Vanillin in bekannter Weise gewonnen.

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