Titel: Schutzvorrichtung gegen Weiterverbreitung eines Fabrik-Schadenfeuers durch Transmissions-Mauerlöcher.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 4 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi05_4

Schutzvorrichtung gegen Weiterverbreitung eines Fabrik-Schadenfeuers durch Transmissions-Mauerlöcher.

Beim Ausbrechen eines Schadenfeuers in einem durch gemauerte Scheidewände abgetrennten Fabrikraume kann dasselbe leicht durch die für die Durchführung der Transmissionswellen nöthigen Mauerlöcher weiter verbreitet werden. Es ist dies namentlich in Spinnereien u. dgl. der Fall, wo die ganze Fabrikluft mit kleinen, leicht brennbaren Fäserchen angefüllt ist, und vermag darum in solchen Fabrikräumen der einfache Abschluſs des Mauerloches durch eine für den Durchgang der Welle mit einem Loche versehene Blechtafel als Schutz nicht zu genügen. E. Schmelzer in Werdau (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 32997 vom 11. März 1885) bringt deshalb einen Verschluſs in Vorschlag, bei welchem das Feuer gezwungen wird, einen langen engen Weg zurückzulegen, so daſs dasselbe dabei ersticken muſs. Auf der Transmissionswelle wird innerhalb des Mauerloches eine mit Rand versehene Scheibe aufgekeilt, welche auf beiden Seiten von an der Mauer befestigten Ringen überall eng umschlossen wird. Durch die Nabe und den Rand der Scheibe mit den zwischen diese tretenden Vorsprüngen der Ringe ist somit ein langer enger Kanal geschaffen, welchen das auf der einen Seite etwa ausgebrochene Feuer erst durchziehen müſste, um nach der anderen Seite zu gelangen.

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