Titel: Leitungswiderstand des Kupfers in sehr niedrigen Temperaturen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 5 (S. 286)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi06_5

Leitungswiderstand des Kupfers in sehr niedrigen Temperaturen.

Im J. 1856 hatte Clausius auf Grund der Arndtsen'schen Versuche über das elektrische Leitungsvermögen chemisch reiner Metalle in verschiedenen Temperaturen die Bemerkung ausgesprochen, daſs der Widerstand dieser Körper merklich proportional sein müsse der absoluten Temperatur. Nachdem schon die Versuche von Matthiessen und Bose es wenig wahrscheinlich gemacht hatten, daſs zwischen dem elektrischen Widerstände und der absoluten Temperatur eine so einfache Beziehung bestehe, hat neuerdings S. Wroblewski in den Comptes rendus, 1885 Bd. 101 S. 160 eine Reihe von Versuchen veröffentlicht, welche er mit Kupfer bis zu der äuſserst niedrigen Temperatur (– 200°) herab angestellt hat, die man mit flüssigem Stickstoff im Augenblicke des Erstarrens erreichen kann. Diese Versuche zeigen, daſs der Widerstand des Kupfers viel rascher abnimmt als die absolute Temperatur und sich der Null nähert bei einer Temperatur, welche nicht weit entfernt ist von derjenigen, die man durch Verdampfen flüssigen Stickstoffes im leeren Raume erreicht.

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