Titel: Zur Concessionirung von Leimfabriken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1885, Band 258/Miszelle 10 (S. 531)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj258/mi258mi11_10

Zur Concessionirung von Leimfabriken.

Nach der Chemikerzeitung, 1885 S. 1188 hatte die Firma Zimmermann und Schenk im August 1882 die Concession zum Betriebe einer Gelatinefabrik in Bergnassau-Scheuern bei Nassau erhalten. Die Fabrik entwickelte sich im J. 1883 zu einer chemischen Fabrik, welche im Wesentlichen die Herstellung von Leim verfolgte, und kam im August 1884 um Erweiterung der Concession auf Leimfabrikation und Aufarbeitung der Nebenproducte zu künstlichem Dünger ein. Hiergegen erhob die Actiengesellschaft „Bad-Nassau“ und einige Interessenten Einsprache; die nachgesuchte Concession wurde jedoch unter üblichen Beschränkungen im April 1885 von der Regierung ertheilt, nachdem zwei von derselben entsendete Sachverständige die bereits bestehende Anlage begutachtet und deren Concessionirung befürwortet hatten. Gegen diesen Beschluſs wendete sich die Actiengesellschaft „Bad-Nassau“ mit Recurs an das Ministerium für Handel und Gewerbe und dieses entschied dahin, „daſs der angefochtene Bescheid aufzuheben und der Antrag der Fabrikbesitzer Dr. Zimmermann und Dr. Schenk zu Nassau auf Ausdehnung der ihnen unter dem 31. August 1882 ertheilten Concession auf die Fabrikation von Leim abzulehnen sei.“ Zur Begründung dieser Entscheidung führt das Ministerium an, „daſs die Eigenart der Leimfabrikation es bedinge, daſs selbst bei den sorgfältigsten Vorkehrungen die Entwickelung putrider Gerüche nicht zu vermeiden sei.“

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