Titel: Michaux und Gauthier's Wärmemotor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259 (S. 10–11)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/ar259003

Michaux und Gauthier's Wärmemotor.

Mit Abbildung auf Tafel 2.

In ähnlicher Weise wie Gruson und Handrick (vgl. 1885 256 * 156) einen geschlossenen Kreisprozeſs für eine Luftmaschine erreichen, wollen H. Michaux und F. Gauthier in Paris (* D. R. P. Kl. 46 Nr. 32717 vom 26. November 1884) die zur Kraftäuſserung benutzte Luft wieder ersetzen.

In einem seitens einer äuſseren Feuerung geheizten Behälter A (Fig. 3 Taf. 2) erfolgt mittels einer Pumpe die Verdichtung der Luft, welche durch ein Rohr B zur Maschine geleitet wird. Die hier verbrauchte Luft soll durch einen Strahlapparat b ersetzt werden, welcher durch ein Rohr a mit verdichteter Luft aus dem Kessel A gespeist wird, um bei c Luft aus der Atmosphäre auszusaugen und in den Kessel zu drücken.

Läſst man die Luft expandiren, so muſs der hierdurch hervorgerufene Wärmeverlust durch Wärmezufuhr ausgeglichen werden. Dies geschieht, wenn man die Luft nach ihrem Austritte aus dem Behälter A durch ein mit heiſsem Wasser gefülltes Gefäſs gehen läſst. Die Luft sättigt sich mit Feuchtigkeit und erhitzt sich vor ihrem Eintritte in den Cylinder der Maschine. Eine gewisse, in vielen Fällen ausreichende Expansion läſst sich auch dadurch erreichen, daſs man in den Behälter bei der ersten Inbetriebsetzung eine genügend groſse Menge Wasser einbringt, wie die Zeichnung andeutet, bevor man in demselben die Luft verdichtet. |11| Durch die Berührung mit der eingeführten Luft, welche sich bei der Temperatur, auf welche der Behälter erhitzt ist, zu sättigen sucht, vermindert sich dieses Wasser nach und nach und verschwindet schlieſslich gänzlich. Man erhält das Wasser beständig auf derselben Höhe durch Benutzung des Injectors zum Ansaugen von Wasser, was mit Hilfe eines vom Bottiche R abgezweigten Rohres f geschehen kann. Die Hähne r, r1 und r2 dienen zur Regelung des Zuflusses von Luft und Wasser.

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