Titel: J. Bauer's selbstspannendes Drehbankfutter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259 (S. 350–351)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/ar259128

J. Bauer's selbstspannendes Drehbankfutter.

Mit Abbildungen auf Tafel 23.

Die von John Ch. Bauer in London bei seinem Röhrenspannstocke (vgl. * S. 161 d. Bd.) benutzte Art des Festklemmens ohne Hilfe von Schrauben hat derselbe auch auf Drehbankfutter (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 32802 vom 3. März 1885) angewendet. Wie in Fig. 12 Taf. 23 veranschaulicht, |351| werden auf einer Scheibe gleichmäſsig vertheilt Spannbacken b drehbar befestigt, deren Drehpunkt excentrisch zu ihrer bogenförmigen, scharf gezahnten Umfangsfläche liegt. Ein zwischen die Backen b gebrachtes rundes Werkstück wird also bei der Drehung der Scheibe in der angedeuteten Pfeilrichtung selbstthätig von den Backen festgespannt und die Backen legen sich um so fester an das Werkstück, je gröſser der bei der Drehung zu überwindende Widerstand ist. Für gröſsere Werkstücke werden die Backen b nach Fig. 13 Taf. 23 als Hebel mit gezahnten Endflächen ausgeführt. (Vgl. A. Schwanz 1883 249 * 327). Man kann auch die Drehzapfen der Backen b als Schrauben ausführen und durch Anziehen der Muttern derselben die Backen in gegebener Stellung festhalten.

Das beschriebene Klemmfutter wird sich beim Drehen weniger geeignet zeigen, da die vorkommenden Erschütterungen des Werkstückes die Backen, welche auch nur für nicht zu sehr wechselnde Durchmesser gleich gut festhalten werden, lockern. Jedoch wird das Futter dort, Wo es darauf ankommt, eine Gröſse Gegenstände schnell zu fassen und wieder frei zu geben, wie bei Schmirgelbänken u. dgl., mit Vortheil benutzt werden können.

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