Titel: Kortüm's Seilklemme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 3 (S. 102)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi02_3

Kortüm's Seilklemme.

Textabbildung Bd. 259, S. 102
Die Seilklemme von C. Kortüm in Berlin (vgl. * D. R. P. Kl. 47 Nr. 22739 vom 15. September 1882) soll, wie ähnliche andere Einrichtungen, die Herstellung eines Bundes am Förderseile vermeiden und nur das untere Ende desselben durch geeignete Einspannung in eine Büchse fest erfassen. Zu diesem Zwecke wird das Seilende von zwei keilförmigen Einlagen in der Büchse umschlossen, welche auf der inneren Seite nach unten zu an Gröſse abnehmende Zähne tragen, wodurch oben das Seil fest zusammengedrückt, am unteren Ende der Büchse aber von den Einlagen ohne Pressung umschlossen werden soll, da der Keilwinkel der Einlagen gröſser als der halbe Kegelwinkel der Büchse ist. Die Einlagen besitzen nicht ganz die Breite der Büchse, damit letztere beim Anziehen der Keile sich derart biege, daſs eine Pressung zwischen Seil und Büchsenwand entsteht. – Das Seil wird von unten in die Büchse eingeführt, worauf man die Einlagen von oben einsetzt, sie durch Schläge befestigt und deren Herausfallen mittels eines durch die Büchse geschobenen Splintes hindert.

Es liegt auf der Hand, daſs durch diese Art der Befestigung ein ungemein starker Verschleiſs des Seilendes herbeigeführt wird, im Gegensatze zu anderen Seilklemmen, bei denen die auf ihrer Innenseite nach der Seilumfläche geformten Keile von unten in die Büchse gebracht und durch die am Seile hängende Last fest gezogen werden, so daſs der Halt mit Zunahme der Last sich vermehrt. (Vgl. Page 1876 222 * 424. Gruhl 1819 233 * 448. F. Baumann 1881 239 * 21. A. Engelmann 1885 258 * 486.)

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