Titel: Zur Werthschätzung des Knochenmehles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 5 (S. 102–103)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi02_5

Zur Werthschätzung des Knochenmehles.

Nach Versuchen von Fittbogen (Hannoversche landwirthschaftliche Zeitung, 1885 S. 795) nimmt der Stickstoffgehalt der käuflichen Knochenmehle in Folge der Entleimung ab, der Phosphorgehalt steigt. Die im J. 1884 in der Versuchsstation Dahme untersuchten 45 Proben können in 3 Gruppen gebracht werden. Die erste Gruppe „Knochenmehle von normaler Zusammensetzung“ umfaſst nur 13 Proben oder 0,29 der Gesammtmenge. In dieser Gruppe beträgt der mittlere Stickstoffgehalt 4,25 Proc., der mittlere Phosphorsäuregehalt 21,09 Proc. Am zahlreichsten vertreten sind die zur zweiten Gruppe gehörigen Proben. Es sind ihrer 26 oder 0,577 der Gesammtmenge; sie enthielten im Durchschnitte 3,21 Proc. Stickstoff und 22,21 Proc. Phosphorsäure. Die dritte Gruppe endlich wird gebildet von gründlichst entleimten Knochenmehlen. Hiervon gelangten 6 Proben, entsprechend 0,133 der Gesammtmenge, an die Station; ihr mittlerer Stickstoffgehalt berechnet sich zu 1,37 Proc. ihr mittlerer Phosphorsäuregehalt zu 32,24 Proc.

Kostet 1k Stickstoff 1,80 M., so wird 1k Phosphorsäure mit 60 Pf. berechnet. So viel ist aber die Phosphorsäure entleimter Knochenmehle nicht |103| werth, da sie in der Schnelligkeit der Wirkung von der viel billigeren gemahlenen Schlacke des basischen Prozesses übertroffen wird.

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