Titel: Verfälschung von Leinöl mit Harzöl u.a.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 6 (S. 103)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi02_6

Verfälschung von Leinöl mit Harzöl u.a.

Nach H. Stockmeier (Technische Mittheilungen für Malerei, 1885 S. 58) ist die Verfälschung des Leinöles mit anderen billigen fetten Oelen durch die Preisverhältnisse so gut wie völlig ausgeschlossen. Dagegen ist wiederholt eine Verfälschung mit Harzöl beobachtet und eine solche mit schottischen Mineralölen wahrscheinlich.

Indien führt neuerdings Leinsamen aus, welcher in England und Holland besonders wegen des Oelkuchens verarbeitet wird; das dabei gewonnene Oel ist das Nebenproduct. Dieses Leinöl, welches sich äuſserlich von dem aus Linum usitatissimum gewonnenen nicht unterscheidet, zeigt die Eigenschaft, selbst nach dem Kochen mit Bleioxyd nicht zu trocknen oder erst ganz allmählich unter ganz anderen Eigenschaftsäuſserungen sich zu verdicken. Dieses Leinöl ist schon öfters in Folge seines geringen Preises im Handelsverkehre in betrügerischer Weise erschienen und hat dort die gröſsten Uebelstände hervorgerufen.

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