Titel: Zur Erkennung einer leichten Vergoldung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 7 (S. 242)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi05_7

Zur Erkennung einer leichten Vergoldung.

Nach R. Kayser (Mittheilungen des bayerischen Gewerbemuseums, 1885 S. 165) ist das von Finkener (1884 254 270) angegebene Verfahren zur Erkennung einer leichten Vergoldung empfehlenswerth; nur ist an Stelle der Behandlung mit Aether eine solche mit Chloroform in manchen Fällen nöthig, da die Entfernung etwaiger Firniſsüberzüge mittels Weingeist und Aether nicht immer erreicht wird, in welchen Fällen die von der Säure nicht angegriffene Firniſsschicht leicht Veranlassung zu Irrthümern geben kann. Wendet man nach Weingeist und Aether noch Chloroform zum Reinigen der Gegenstände an, so gibt es keinen Firniſs, der hierdurch nicht entfernt wird. Nach völliger Lösung des Gegenstandes in Salpetersäure filtrirt man nach dem Verdünnen mit Wasser durch ein kleines Filter, wäscht aus, trocknet und glüht. Den Glührückstand behandelt man in der Wärme mit etwas Königswasser, gieſst ab oder filtrirt, wenn nöthig, und verdunstet das Filtrat bei mäſsiger Wärme zur Trockne. Bei Vorhandensein von Gold wird man oft schon eine schwache glänzende Goldausscheidung an den Wandungen des Verdunstungsgefäſses beobachten. Den Verdunstungsrückstand nimmt man mit wenig Wasser auf und prüft in bekannter Weise mit Zinnchlorid, Eisenvitriol oder Wasserstoffsuperoxyd.

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