Titel: Bazin's kreisende galvanische Batterie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 7 (S. 290)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi06_7

Bazin's kreisende galvanische Batterie.

Bei dem schon in vielen galvanischen Batterien versuchten Streben, die Depolarisation durch Bewegung der Elemente und Erneuerung ihrer wirksamen Flächen zu erzielen, ist E. Bazin in Paris (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 32928 vom 7. Oktober 1884) auf den Gedanken gekommen, die Elemente (Zink zwischen je 2 Kohlenplatten, aber gegen einander isolirt) in Form von runden Scheiben auf eine wagrechte Achse zu stecken, so daſs sie mit ihrem unteren Theile in eine doppeltchromsaure Kalilösung (1000 Gew.-Th. Wasser, 300 Schwefelsäure, 125 Kaliumchromat) eintauchen, den Scheiben durch ihre Achse eine drehende Bewegung zu ertheilen und damit so das Haftenbleiben der die Ursache der Polarisation bildenden Wasserstoffbläschen zu verhindern. Die 3 Platten jedes Elementes befinden sich in einem besonderen Gefäſse. Die sämmtlichen Gefäſse können auf eine gemeinschaftliche Tischfläche gestellt werden, damit durch Heben und Senken der letzteren die Tiefe des Eintauchens regulirt werden kann. Die ganze Achse mit den Scheiben läſst sich heben, so daſs die Scheiben aus der Flüssigkeit heraustreten und die Batterie auſser Thätigkeit gesetzt wird. Die Abführung des Stromes vermitteln je 3 kleine Quecksilberbäder, in welche an die 3 Elektroden jedes Elementes angeschraubte kleinere runde Scheiben mit ihren unteren Rändern eintauchen. Doch können auch diese kleineren Scheiben in geeigneter Weise durch Drähte unter einander verbunden und am Ende der Achse zwei besondere Sammelscheiben und Quecksilberbäder angebracht werden. 7 Elemente der Batterie sind hinter einander geschaltet und liefern den Verbrauchsstrom, das achte Element gibt seinen Strom in einen kleinen Elektromotor, welcher die Achse in Drehung versetzt. Die Mitbewegung der Zinkplatten dürfte unzweckmäſsig sein, weil die von ihnen mit emporgenommene Flüssigkeit sie angreift, ohne Strom zu liefern.

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