Titel: Legirungen für Sicherheitsdrähte bei elektrischen Beleuchtungsanlagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 8 (S. 290–291)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi06_8

Legirungen für Sicherheitsdrähte bei elektrischen Beleuchtungsanlagen.

Bei weiterer Ausbreitung der Parallelschaltung muſs man immer mehr jeden einzelnen Beleuchtungskörper oder wenigstens kleine Gruppen derselben mit sogen. Bleisicherungen versehen. Die Zusammensetzung von sechs für solche Zwecke geeigneter Legirungen, welche sich durch niedrigen Schmelzpunkt und Einfachheit ihrer Zusammensetzung auszeichnen, enthält die nachstehende, der Zeitschrift für Instrumentenkunde, 1885 S. 296 entnommene Tabelle:

Schmelzpunkt = 95,0° 89,5° 76,5° 68,5° 65,5° 63,0°
Blei 250 397 344 260 249 267
Zinn 250 94 148 142 133
Kadmium 71 62 70 108 100
Wismuth 500 532 500 522 501 500

Im festen Zustande sind die Legirungen hart und spröde und werden vor dem Eintritte des Schmelzens nicht weich. Die Mischungsverhältnisse müssen streng eingehalten werden und zwar schmilzt man den Körper mit dem höchsten Schmelzpunkte (Blei 325°, Kadmium 315°) zuerst und setzt, während man die Temperatur sinken läſst, die übrigen Metalle zu. Am besten bewirkt man |291| das Zusammenschmelzen unter flüssigem Stearin, dessen Siedepunkt bei ungefähr 370° liegt.

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