Titel: Zur Untersuchung von Borsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 10 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi08_10

Zur Untersuchung von Borsäure.

Das Verfahren von Stolba (Zeitschrift für analytische Chemie, 1864 S. 357) zur Bestimmung des Wassergehaltes der Borsäure durch Erhitzen mit 4 Th. Borax ist nach H. Gilbert (Repertorium für analytische Chemie, 1885 S. 375) bei Gegenwart von Schwefelsäure nicht verwendbar. Er bringt dagegen 1g,5 Aetzkalk in eine Platin schale, glüht auf dem Gebläse bis zum bleibenden Gewichte, übergieſst den Kalk mit etwa 10cc Wasser, rührt 2g Borsäure mittels eines Glasstäbchens in die Kalkmilch ein, spritzt das Anhaftende zum Schaleninhalte und dampft auf dem Wasserbade zur Trockene. Dann wird erhitzt anfangs mit kleiner, später mit voller Flamme und zuletzt, um die aufgenommene Kohlensäure zu verjagen, noch 5 Minuten auf dem Gebläse. Der Gewichtsverlust ist Wasser, bei der toskanischen Borsäure Wasser und Ammoniak, welches letztere selbstverständlich besonders ermittelt und in Abzug gebracht werden muſs. Proben von toskanischer (I) und kalifornischer Borsäure (II) hatten folgende Zusammensetzung:

I II
Wasser 42,03 45,29
Unlösliches 0,96 0,22
Ammoniak 1,23
Natron und Kali 0,72 1,01
Kalk 0,40 0,47
Magnesia 0,83 0,15
Eisenoxyd und Thonerde 0,28 0,07
Chlor 0,06 0,97
Schwefelsäure 7,04 1,17
Borsäure 46,47 50,87
–––– ––––
100,02 100,22
Ab Sauerstoff für Chlor 0,02 0,22
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