Titel: Bayley's Elektromotor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 4 (S. 429)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi09_4

Bayley's Elektromotor.

Einen eigenthümlichen elektrischen Motor für Kleinbetrieb hatte J. C. Bayley in Poole, vertreten durch H. und E. J. Dale in London, auf der Erfindungsstellung in London 1885 vorgeführt. Derselbe ist Electric Clutch Motor benannt und enthält zwei hinter einander geschaltetete Elektromagnete. Der eine derselben sitzt fest auf der Achse, von welcher die Kraft durch einen um eine Scheibe gelegten Riemen weiter gegeben werden soll; diesem dient als Anker – ähnlich wie bei Achard's elektrischer Bremse (vgl. 1879 233 * 379. 434 * 425) – eine eiserne Scheibe, welche lose auf ebendieselbe Achse aufgesteckt ist. Von dieser Scheibe reicht eine Zugstange bis zu dem lothrechten Ankerhebel des zweiten Elektromagnetes, dessen beide Schenkel über einander liegen; an diesem Ankerhebel aber ist eine Selbstunterbrechung gewöhnlicher Art angebracht. Wenn nun zuerst der Strom durch beide Elektromagnete geschlossen wird, so zieht der letztere Elektromagnet seine Anker an und dreht dadurch die Ankerscheibe des zweiten Elektromagnetes. Diese Drehung überträgt sich aber auf den anderen Elektromagnet und dessen Achse mit, weil Ja eben der Elektromagnet durchströmt ist und zufolge der elektromagnetischen Anziehung zwischen beiden von seiner Ankerscheibe mitgenommen wird. Tritt dann die Selbstunterbrechung ein, so wird der Ankerhebel abgerissen und dadurch die Ankerscheibe rückwärts bewegt; der Elektromagnet der Scheibe macht aber die Rückwärtsbewegung nicht mit, weil er zur Zeit ebenfalls stromlos ist. Dieses Spiel wiederholt sich fort und fort und liefert eine stetige Drehung der Achse.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: