Titel: Ueber Gerstenanbauversuche.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 7 (S. 430–431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi09_7

Ueber Gerstenanbauversuche.

Nach M. Maercker (Neue Zeitschrift für Rübenzucker-Industrie, 1885 Bd. 16 S. 149) lieferte 1ha beim Düngen mit 100k (I) bezieh. mit 200k Chilisalpeter (II) im Mittel:

(I) Körner Stroh II) Körner Stroh
Saalgerste 3099 4464 3326 4747
Dänische Gerste 2991 4106 3095 4247
Mährische Gerste 2977 3626 3166 3883
Slowakische Gerste 2778 3773 3065 4497.

Nach dem Urtheile der Preisrichter war die Slowakische Gerste besser als die übrigen. Alle wurden durch hohe Salpeterdüngung etwas verschlechtert, wie |431| nachfolgende Zusammenstellung über den „Procentgehalt“ an mehligen Körnern verschiedener Gersten zeigt:

Saalg. Dänische Mährische Slowak.
Originalsaatgut 80,0 90,0 90,0 92,0
Nachbau mit 100k Chili-
salpeter

62,4

70,1

68,7

77,5
Desgl. mit 200k Chilisal-
peter

64,9

65,9

66,8

64,7.

Bemerkenswerth ist auch der Vergleich des Urtheiles der Preisrichter über den Stickstoffgehalt der Gerste. Die Durchschnittszahlen für den Proteingehalt der als hochfein, fein u.s.w. beurtheilten Gersten geben hier in der That einen ganz annehmbaren Beitrag zur Beurtheilung des Zusammenhanges von Beschaffenheit und Proteingehalt; es enthält Eiweiſs im Mittel:

Probe hochfein 8,09 Proc.
fein 8,67
gut 8,93
mittel 9,78
unter mittel 10,24
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