Titel: Ueber die Wirkung des Eisenvitriols auf den Pflanzenwuchs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 8 (S. 431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi09_8

Ueber die Wirkung des Eisenvitriols auf den Pflanzenwuchs.

Nach Versuchen von O. Kellner (Landwirthschaftliche Versuchsstationen, 1886 Bd. 32 S. 365) ist der häufig für Desinfectionszwecke verwendete Eisenvitriol zu den mittelbaren Düngemitteln zu zählen, welche auf die im Boden vorhandenen Nährstoffe auflösend und vertheilend wirken.

Die Ansicht, nach welcher die Kulturpflanzen in einem an leicht löslichen Eisenoxydulverbindungen reichen Boden benachtheiligt werden, bleibt nichts desto weniger zu Recht bestehen. Obwohl selbst nicht unmittelbar schädlich, verdanken jene Verbindungen ihre Entstehung einem Mangel an Sauerstoff in Humus haltigem Boden und sind somit die ständigen Begleiter von saurem Humus; der letztere vielleicht, mit gröſserer Wahrscheinlichkeit aber der Sauerstoffmangel ist es, welcher eine gute Entwicklung der Kulturpflanzen benachtheiligt. Das Vorkommen leicht löslicher Eisenoxydulverbindungen ist somit als ein Zeichen der ungenügenden Durchlüftung des Ackerbodens aufzufassen Und ihr Nachweis durch die Analyse bleibt nach wie vor werthvoll; jedoch sind dieselben nicht mehr als unmittelbar schädlich aufzufassen.

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