Titel: Raab's Meſsinstrument für elektrische Kräfte mit schwimmendem Anker.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 4 (S. 473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi10_4

Raab's Meſsinstrument für elektrische Kräfte mit schwimmendem Anker.

Um bei elektrischen Strom- und Spannungsmessern die Eisenmassen und dadurch den Einfluſs des remanenten Magnetismus möglichst vermindern zu können, erstrebt Karl Raab in Kaiserslautern (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 34104 vom 14. Mai 1885) eine Verminderung der Reibungswiderstände durch Anwendung eines in oder auf einer Flüssigkeit schwimmenden Ankers. Bei der einen Form der Ausführung gleicht das Instrument wesentlich dem von F. de Lalande (vgl. * S. 124 d. Bd.); in der Höhlung des Solenoides befindet sich eine theilweise mit Weingeist o. dgl. gefüllte Glasröhre, worin ein Glaskörper schwimmt, dessen unterer weiterer Theil einen beliebig geformten Anker aus weichem Eisen aufnimmt und vollständig eintaucht, bei durchströmten Solenoid aber entsprechend tiefer in dasselbe hinabgezogen wird. Bei einer zweiten Form schwebt der Eisenkern frei über dem Solenoide und ist an einem wagerechten Querstabe befestigt, von dessen Enden zwei Schwimmer in zwei zu beiden Seiten des fernes stehende, mit Quecksilber gefüllte Gefäſse herabreichen. Bei einer dritten und vierten Ausführung bleibt der Auftrieb der Flüssigkeit unverändert und bewirkt nur eine Entlastung der Spiralfeder bezieh. des mit einem Gegengewichte versehenen Hebels, woran der in der Flüssigkeit schwimmende Anker aufgehängt ist; in diesem Falle wird beim Hebel durch Verminderung der Reibungswiderstände, bei der Feder wegen der geringeren Anfangsbelastung und wegen des verminderten Anlasses zu Aenderungen der Spannkraft eine gröſsere Genauigkeit in der Ablesung erreicht.

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