Titel: Ueber Umsetzung von Ammoniumchloridlösungen mit Calciumcarbonat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 14 (S. 523–524)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi11_14
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Ueber Umsetzung von Ammoniumchloridlösungen mit Calciumcarbonat.

Wie Fr. Teed im Journal of the Society of Chemical Industry, 1885 S. 709 mittheilt, läſst sich aus verdünnten Chlorammoniumlösungen durch längeres Kochen mit Calciumcarbonat alles Ammoniak austreiben. Bei concentrirten Chlorammoniumlösungen ist dies aber, selbst wenn das Kochen 2 Tage lang fortgesetzt wird, nicht möglich. Verfasser fand, daſs, wenn man Ammoniumchloridlösung langsam durch einen mit Kalksteinstücken gefüllten Thurm flieſsen läſst, in welchen man unten Dampf einführt, alles Ammoniak als Gas entweicht. Dieser Prozeſs würde sich im Groſsen aber kaum bezahlen, da die Chlorammoniumlösungen sehr verdünnt sein müssen.

In vielen Ammoniaksodafabriken läſst man die Chlorammoniumlaugen vor der Destillation mit Kalk zur Austreibung des freien und an Kohlensäure gebundenen Ammoniaks durch einen Thurm flieſsen, in welchen man Dampf einströmen läſst. Teed schlägt vor, diesen Thurm mit Kalksteinstücken anstatt, wie es gewöhnlich geschieht, mit unangreifbaren Stoffen zu füllen; dabei würde jedenfalls schon ein bedeutender Theil des an Salzsäure gebundenen Ammoniaks in Freiheit gesetzt. Man würde sich dadurch theilweise das Brennen des Kalkes und das Pumpen der Kohlensäure ersparen.

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