Titel: Zur Herstellung von Rosanilinfarbstoffen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 16 (S. 524)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi11_16

Zur Herstellung von Rosanilinfarbstoffen.

Nach Angabe der Farbwerke, vormals Meister, Lucius und Brüning in Höchst a. M. (D. R. P. Kl. 22 Nr. 34607 vom 9. April 1884) erhält man Farbstoffe der Rosanilinreihe, wenn man Perchlorameisensäuremethyläther, CClO.OCCl3, in Gegenwart condensirender Mittel auf tertiäre aromatische Amine einwirken läſst. Bei Anwendung der tertiären Methyl-, Aethyl-, Isobutyl-, Amyl- und Benzylabkömmlinge vom Anilin, Orthotoluidin, α-Naphtylamin, β-Naphtylamin, Metaphenylendiamin, Orthoanisidin, Diphenylamin, Phenyl-α-Naphtylamin und α-Dinaphtylamin erhält man violette bis blaue Farbstoffe; beispielsweise liefert Dimethylanilin, Hexamethylviolett, Methyldiphenylamin einen sehr schönen blauen Farbstoff, dessen Basis das Triphenyltrimethylrosanilin ist.

In einem für Abkühlung und Heizung eingerichteten Gefäſse werden z.B. 25k Dimethylanilin mit 5k,5 Perchlorameisensäuremethyläther gemischt und dazu allmählich 12k Chlorzink eingetragen. Nach einiger Zeit wird die krystallinisch erstarrte Masse mit kaltem Wasser vom Chlorzink befreit und der Rückstand mit überschüssigem Alkali behandelt. Die abgeschiedene Farbstoffbase wird nach dem Waschen mit Wasser in Salzsäure gelöst und schlieſslich aus der filtrirten Lösung der Farbstoff mit Kochsalz gefällt.

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