Titel: Zur Herstellung von Leder (Patentklasse 28).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 8 (S. 522)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi11_8

Zur Herstellung von Leder (Patentklasse 28).

Nach L. Starck in Mainz (D. R. P. Nr. 32504 vom 21. November 1884) werden die zur Herstellung von Stiefelschäften, Helmen u. dgl. bestimmten Hautstücke vor der Gerbung entsprechend geformt und dann mit den Formen zusammen in bekannter Weise gegerbt.

L. Jellinek in Prag (D. R. P. Nr. 32510 vom 8. Januar 1885) läſst zur Herstellung einer Beize für Handschuhleder Knochenmehl zunächst mit lauem Wasser mehrmals auswaschen und dann mit einem Zusätze von Weizenmehl, Soda und Wasser 3 Monate lang stehen, während welchen Zeitraumes täglich ein kürzeres Umrühren zu geschehen hat. Die so erhaltene Masse wird an Stelle der Excremente von Hunden, Tauben u. dgl. verwendet.

Nach C. Kästner in Magdeburg (D. R. P. Nr. 32282 vom 20. December 1884) wird die in gewöhnlicher Weise vorbereitete Haut in einer Lösung von Alaun und Kochsalz alaungar gegerbt, dann getrocknet und gereckt. Durch das Trocknen muſs das Wasser möglichst aus dem Leder entfernt werden. Hierauf wird das Leder in einer Lösung von Gerbstoff in absolutem Alkohol fertig gegerbt, wobei man sich drehbarer Trommeln bedient. Man wäscht dann das Leder im Walkfasse mit warmem Wasser aus, wobei der Alaun und das Kochsalz ausgewaschen werden, tönt durch eine Lösung von Fichtenlohe in Wasser und richtet das Leder in gewöhnlicher Weise zu.

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