Titel: Zur Herstellung von Champagnerbier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 9 (S. 522)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi11_9

Zur Herstellung von Champagnerbier.

Nach A. Erhard (Zeitschrift für das gesammte Brauwesen, 1885 S. 485) ist das Bier in Frankreich meist schlecht, arm an Kohlensäure und liegt wie Blei im Magen. Er empfiehlt nun die Herstellung von sogen. Champagnerbier1): Helles gutes Bier wird bis auf etwa 1° abgekühlt, damit sich Glutin und ähnliche Stoffe ausscheiden; dann wird für je 1l Bier 0,8 bis 1g reiner Zucker zugesetzt, um den Geschmack zu verbessern und die Schaumhaltung zu vergröſsern; nun wird unter einem Drucke von 3 bis 3at,5 mit Kohlensäure gesättigt (am besten flüssige Kohlensäure von Kunheim und Comp. in Berlin), in bekannter Weise auf Flaschen gefüllt, diese gut verkorkt und verschnürt etwa 8 Tage liegend in einem kalten Keller aufbewahrt und kann dann wie Champagner getrunken werden.

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W. Teltscher in Breslau (Erl. D. R. P. Kl. 6 Nr. 25195 vom 6. Mai 1883) hat hierzu den Vorschlag gemacht, untergähriges, lagerreifes und Kräusenbier zu mischen.

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