Titel: Nachweis von Beimengungen der Sisalfaser im Manilahanfe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 3 (S. 568)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi12_3

Nachweis von Beimengungen der Sisalfaser im Manilahanfe.

Seit mehreren Jahren wird von Sisal, dem Seehafen von Yutacan am Golfe von Mexiko, der Bast der groſsen amerikanischen Agave oder Aloe unter dem Namen Sisal eingeführt, welcher eine dem Manilahanfe auſserordentlich ähnliche Faser liefert und die vielfach dem letzteren bei der Herstellung von Seilen u.s.w. beigemengt wird, da sie billiger ist als dieser. Die Sisalfaser soll aber nur etwa halb so fest sein als Manilahanf und auch den Witterungseinflüssen weniger widerstehen. Nach dem Iron, 1885 Bd. 26 S. 343 kann man Beimengungen von Sisal im Manilahanfe dadurch nachweisen, daſs man einen Theil des betreffenden Taues auffasert und dann verbrennt. Reiner Manilahanf hinterläſst eine dunkle, grauschwarze Asche, reiner Sisal dagegen einen hellen, weiſslich grauen Rückstand; bei dem Gemenge beider hat man daher beide Farben in einer Art neben einander, welche im Aussehen an einen grau werdenden schwarzen Bart erinnert.

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