Titel: A. Cally und R. Carroy's Schuſszähler für mechanische Webstühle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 4 (S. 568–569)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi12_4

A. Cally und R. Carroy's Schuſszähler für mechanische Webstühle.

Zur Bestimmung der auf einem Webstuhle eingetragenen Schuſsfadenzahl werden meist einfache Hubzähler benutzt, deren Schalthebel mit einem bei jedem Schützenschlage eine Bewegung ausführenden Hebel des Webstuhles verbunden wird. Man erhält damit aber kein genaues Ergebniſs, da auch die Schützenschläge, wenn der Stuhl leer arbeitet, mitgezählt werden. Um nun |569| für die durch den Hubzähler erhaltene Schuſszahl eine Controle zu haben, lassen A. Cally und R. Carroy in Elbeuf (* D. R. P. Kl. 86 Nr. 32358 vom 23. August 1884) in den Stoff einen andersfarbigen Kettenfaden mit einweben, welcher fast immer im Oberfache bleibt und nur nach einer bestimmten Anzahl Schuſs gebunden wird.

Wird also bei Bewegung des Webstuhles kein Schuſs eingetragen, so wird auch dieser Faden nicht gebunden und derselbe bleibt frei oben am Gewebe Hegen, obwohl der Hubzähler weiter steuert. Man hat also durch einen Vergleich mit den Ziffern am Hubzähler und dem Verlaufe des Controlfadens sofort ein Mittel, die Zeit des Leerganges des Webstuhles zu beurtheilen. Dieser farbige Controlfaden läuft durch eine Litze, welche für sich besonders an einem mit der Schaftmaschine in Verbindung stehenden Hebel angehängt ist, so daſs der Weber die Thätigkeit des Controlfadens nicht gut beeinflussen kann. Der Controlfaden wird entweder in der Randleiste eingewebt, in welcher er verbleiben kann, oder an sonst einer Stelle, wo er dann aus dem fertigen Gewebe ausgezogen wird. (Vgl. Elektrischer Controlapparat 1883 250 * 258.)

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