Titel: Herstellung von Wachspapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 5 (S. 569)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi12_5

Herstellung von Wachspapier.

Zur Herstellung des zum Einschlagen von fetten und feuchten Körpern benutzten sogen. Wachspapieres führt Josiah Jowitt in Stanley (Nordamerikanisches Patent Nr. 318911) das von einer Rolle kommende Papier durch einen Trog mit geschmolzenem Paraffin u. dgl. und nach Abstreifung des überschüssigen aufgenommenen Fettes zwischen einem beständig gekühlten Hohlwalzenpaare durch, wo das Fett erhärtet und geglättet wird. In dem Troge wird das Fett durch eine Dampfschlange flüssig erhalten und die Kühlung der Hohlwalzen erfolgt durch gepreſste Luft, welche zur Wärmeentziehung durch eine von Leitungen einer Kälteerzeugungsmaschine durchzogene Kammer getrieben wird. Nach dem Austritte aus dem Fettbade und vor dem Eintritte in die Kühlwalzen wird das Papier auch über eine mit Dampf geheizte Walze geleitet, wodurch ein besseres Eindringen des Fettes in das Papier befördert werden soll.

Abweichend hiervon ist ein von E. G. Sparks in Brooklyn (Nordamerikanisches Patent Nr. 326688) angegebener Apparat zum Auftragen des Wachses u. dgl. auf das Papier, bei welchem dem letzteren namentlich ein glänzendes Aussehen gegeben werden soll. Zu beiden Seiten des senkrecht laufenden Papieres sind Behälter für das Wachs angeordnet, in denen das letztere wieder durch Dampfröhren flüssig erhalten wird. Gegen das Papier zu erhalten die Behälter über und neben einander vertheilt kurze Auslaufröhrchen, in welche Pinsel gesteckt werden. Die Pinsel saugen das Wachs an und übertragen es an das Papier, welches hierauf von schnell umlaufenden Bürsten walzen behandelt wird, um die bereits geronnene Wachsschicht zu glätten. Zur Regelung der Dicke der Wachsschicht pressen in den Auslaufröhrchen auf die Pinsel genau einstellbare Keile.

An Maschinen zum Wachsen oder Oelen von Papier hat die Patent Waxed and Oiled Paper Company in London (* D. R. P. Kl. 55 Nr. 33506 vom 14. Juni 1885) ein heizbares Abstreichmesser angebracht. Bei der benutzten Maschine geht das aus dem Fettbade kommende Papier durch ein geheiztes Preſswalzenpaar und dann über das Abstreichmesser zur Kühlung. Das Abstreichmesser lenkt das Papier etwas aus seiner Bahn ab, so daſs das letztere in einem stumpfen Winkel über dasselbe zu liegen kommt, und besteht das Abstreichmesser aus einer Stahlschiene, welche in den Schlitz eines vom Dampfe durchströmten Rohres eingesetzt ist.

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