Titel: M. Müthel's Neuerungen an Zink-Kohlen-Elementen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 259/Miszelle 8 (S. 570)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj259/mi259mi12_8

M. Müthel's Neuerungen an Zink-Kohlen-Elementen.

In den Zink-Kohlen-Elementen von M. Müthel in Berlin (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 34581 vom 1. Mai 1885) ist zunächst durch Weglassung der Thonzelle der innere Widerstand vermindert. Die Kohlenelektrode ist hohl und aus zwei mittels Chatterton-Mischung fest an einander gekitteten flachen Kästchen gebildet; sie steht aufrecht auf einem H-Porzellansteg und ihr zu beiden Seiten je eine gut amalgamirte Zinkplatte. Durch zwei Oeffnungen im oberen Rande der Kohlenelektrode sind zwei Röhrchen eingesetzt, ein bis zum Boden reichendes, durch das ein Gemisch von Salz- und Salpetersäure zuflieſst, und ein ganz kurzes, durch das die Flüssigkeit wieder abflieſst, aber langsamer, so daſs in dem Hohlraume der Elektrode immer ein gewisser Druck herrscht. Durch die stete Erneuerung der depolarisirenden Flüssigkeit im Hohlraume ist eine Abscheidung von Wasserstoff verhindert. Durch die Poren der Kohle hindurch dringt die Säure zum Zink in der zur Oxydation des Zinkes erforderlichen Menge. Es wird hauptsächlich eine Chlor entwickelnde Flüssigkeit benutzt, da diese leicht selbst durch eine 3 bis 5mm dicke Kohle diffundirt. Auch reines Chlorgas könnte in ganz gleicher Weise durch die Kohlenelektrode geleitet werden, wobei dann der Hohlraum mit einer gut leitenden Flüssigkeit, z.B. Salzsäure, zu füllen wäre. In ähnlicher Weise kann man auch die Kohle und das (zweckmäſsig amalgamirte) Zink ohne Scheidewand in ein mit einer Erregungsflüssigkeit (verdünnte Schwefelsäure, Bichromatlösung u. dgl.) gefülltes luftdicht geschlossenes Gefäſs stellen und in die Kohle umgebende Flüssigkeit einen ganz mäſsigen Chlorstrom einleiten.

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