Titel: Herstellung sehr dünner poröser Zellen für die Elektrodenplatten galvanischer Elemente.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 260/Miszelle 6 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj260/mi260mi03_6

Herstellung sehr dünner poröser Zellen für die Elektrodenplatten galvanischer Elemente.

Um sonst schwache Elemente durch groſse Annäherung der Elektrodenplatten an einander kräftiger machen zu können, trennt man sie durch nur sehr dünne poröse Zellen. Nach K. Pollak in Sanok und G. W. v. Nawrocki in Berlin (D. R. P. Kl. 21 Nr. 34979 vom 6. Mai 1885) erhält man solche Zellen, indem man die in die Zelle einzuschlieſsende Platte in ein Blatt Flieſspapier (oder Seide oder ein dünnes Gewebe) wickelt, welches vorher oder nachher mit einer warmen Mischung von 2 Th. Gelatine, 6 Th. Glycerin und 3 Th. Wasser getränkt wird; darauf läſst man die Umhüllung etwa 2 Stunden lang trocknen. Hierauf taucht man die Platte mit der Hülle 10 bis 20 Secunden in eine Tanninlösung von bräunlicher Farbe und der Flüssigkeit einer ganz dünnen, nur wenig klebrigen Gummilösung; nach 15 bis 20 Minuten hat das Tannin seine gerbende Wirkung ausgeübt und nun werden Platte und Hülle mit reinem Wasser abgespült. Nach dem Abtropfen wird eine zweite Hülle von Flieſspapier umgewickelt und mit einem Faden befestigt; diese soll die getränkte Hülle schützen und ein Vermischen der Kupfervitriollösung mit der Zinkvitriollösung möglichst verhüten. Die so hergestellten Zellen halten bis zur vollständigen Abnutzung der Zinkplatte aus.

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