Titel: Verhinderung von Terpentinausschwitzungen aus Tannenholz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 7 (S. 47–48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi01_7
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Verhinderung von Terpentinausschwitzungen aus Tannenholz.

Um Terpentinausschwitzungen aus angestrichenem Tannenholz zu verhüten, überstreicht J. Werner (Badische Gewerbezeitung, 1886 S. 211) die betreffenden Stellen oder besser noch die ganze Fläche mit einer Lösung aus 1 Th. Schellack auf 4 Th. starken Spiritus und gibt dann als ersten oder Grundiranstrich, den man sonst gewöhnlich fett hält, einen sehr mageren, wenig Oel enthaltenden matten Schleifgrund, den man vollkommen erhärten lassen muſs, bevor man alsdann die weiteren Anstriche folgen läſst. Die Wirkung beruht ohne Zweifel auf der Unlöslichkeit des Schellacks in Terpentin: Fette werden von letzterem gelöst, Oelfarbe, unmittelbar auf Holz liegend, wird deshalb von dem darunter befindlichen Terpentin in der Wärme allmählich erweicht und aufgestoſsen, worauf das Harz weiter überquellen kann; eine nicht lösliche Zwischenschicht muſs diesem Vorgange vorbeugen.

Von der Deutschen Tischlerzeitung wird empfohlen, die Knoten vor dem Anstrich mit einer Mischung von gleichen Theilen gelöschtem Kalk und Mennig, welche mit Wasser zu einem steifen Brei angerührt sind, zu bestreichen. Beim Trocknen der Masse zieht das Terpentin in dieselbe hinein, wie Oel, welches man mittels Pfeifenerde aus einem Stubenboden entfernt. Bei mehrfacher Wiederholung dieses Verfahrens soll ein Ausschwitzen von Terpentin nach dem Anstriche gänzlich verhindert werden können.

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