Titel: Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 9 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi01_9

Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinen.

Zur Herstellung von Orthonitroamidoparamethoxylbenzol erwärmt man nach A. Scheidet in Mailand (D. R. P. Kl. 22 Nr. 36014 vom 24. September 1885) Mononitrodimethylhydrochinon, C6H3NO2 (OCH3)2, während mehrerer Stunden mit überschüssigem, wässerigem oder alkoholischem Ammoniak in geschlossenen Gefäſsen und reinigt das nach dem Erkalten auskrystallisirte Product durch Lösen in Säure und Neutralisation der Lösung durch eine Base.

Das so erhaltene Orthonitroamidoparamethoxylbenzol krystallisirt aus Aetherweingeist in tafelförmigen Krystallen von der Farbe des Azobenzols, aus Wasser in haarfeinen tiefrothen Nadeln, aus Toluol und anderen Kohlenwasserstoffen in Krystallen von dunkelbraunrother Farbe mit grünem Reflex. Es schmilzt bei 125°, ist mit Wasserdämpfen flüchtig und sublimirt bei vorsichtigem Erhitzen; mit starken Säuren bildet es wohlkrystallisirte Salze, welche durch Wasser Zersetzung erleiden. Bei der Reduction geht die Base quantitativ in Paramethoxylorthophenylendiamin über.

In gleicher Weise erhält man aus Mononitrodiäthylhydrochinon das bei 1090 schmelzende Orthonitroamidoparaäthoxylbenzol.

Es werden z.B. 100 Th. Nitrodimethylhydrochinon oder Nitrodiäthylhydrochinon mit 600 Th. wässerigen Ammoniaks von 33 Proc. NH3 im Druckkessel auf 130 bis 140° während 6 Stunden erwärmt.

Das Orthronitroamidoparamethoxylbenzol sowie das Orthonitroamidopara-äthoxylbenzol dienen zur Darstellung von Methoxyl- bezieh. Aethoxylorthophenylendiamin, welche Basen ihrerseits nach Condensation mit Glyoxal Chinoxaline geben, die als Arzneimittel Verwendung finden sollen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: