Titel: Ueber den Gebrauch von Antimonbeizen beim Färben von Wirkwaaren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 14 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi02_14

Ueber den Gebrauch von Antimonbeizen beim Färben von Wirkwaaren.

Die Benutzung von Antimontannat statt Zinntannat ist mit verschiedenen Vortheilen verbunden. Ersteres ist vor Allem viel billiger, es gibt echtere weniger lösliche Verbindungen mit Anilinfarbstoffen und die gefärbten Waaren behalten groſse Geschmeidigkeit und Weichheit. Es wurde aber von verschiedenen Seiten, so auch von R. Kaysner im Journal of the Society of Chemical Industry, 1883 erwähnt, daſs Antimontannat giftige Eigenschaften habe und daher auch beim Färben mit diesem Stoffe gebeiztes Tuch namentlich auf die Haut üblen Einfluſs ausübe. Um dies zu untersuchen, hat H. Forth, wie er daselbst 1886 S. 301 mittheilt, Waare, welche beim Färben mit Antimontannat gebeizt war, 22 Tage auf der bloſsen Haut an den Füſsen getragen, ohne irgend welche schädliche Einwirkung zu verspüren. Der betreffende Stoff enthielt 21mg,45 Antimon auf 1qcm und beim Färben wurde so verfahren, daſs möglichst viel Antimon auf der Waare zurückblieb. Wie Forth von einem erfahrenen Färber hört, seift er Baumwollzeug immer nach dem Beizen mit Antimontannat und färbt erst nachher. Durch diese Behandlung wird alles schwach gebundene Tannat entfernt und die Farbe erscheint glänzender und echter.

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